Adnexitis/Salpingitis:

Abstrich aus den Fimbrientrichtern. Bei Adnexitis durch C.trachomatis und N.gonorrhoeae ggf. zusätzlich Abstriche aus der Cervix uteri und der Urethra. Dicken Abstrichtupfer mit Transportmedium verwenden und spezielle Abnahmebedingungen für Chlamydien und Gonokokken berücksichtigen (s.u.).

Amnioninfektionssyndrom:

Abstriche aus dem Zervikalkanal (Kontamination mit nicht relevanten Erregern der Vaginalflora möglich), transabdominale Amniozentese. Ggf. zusätzlich 2-3 Blutkultur-Pärchen innerhalb von 24 Stunden abnehmen. Dicken Abstrichtupfer mit Transportmedium verwenden und spezielle Abnahmebedingungen für Chlamydien berücksichtigen (s. u.). Bakterielle Vaginose: Ggf. Vaginalabstriche. Dicken Abstrichtupfer mit Transportmedium verwenden.

Bartholinitis:

Aspirierter Eiter oder Abstriche von Drüsenausführungsgang, Zervix und Urethra. Dicken oder dünnen Abstrichtupfer mit Transportmedium verwenden und spezielle Abnahmebedingungen für Chlamydien und Gonokokken berücksichtigen (s. u.).

Endomyometritis:

Ungeschützt transzervikal gewonnene Abstriche sind nur eingeschränkt aussagekräftig (Kontamination mit Vaginal- und Zervikalflora). Geeigneteres Material: geschützte Abstriche aus dem Cavum uteri bzw. Saugkürettagematerial. Ggf. zusätzlich 2-3 Blutkultur-Pärchen innerhalb von 24 Stunden abnehmen. Dicken oder dünnen Abstrichtupfer mit Transportmedium verwenden und spezielle Abnahmebedingungen für Chlamydien und Gonokokken berücksichtigen (s. u.). Toxisches Schocksyndrom: Abstriche von Vagina, Zervix, Plazenta oder Eihäuten. Zusätzlich 2-3 Blutkultur-Pärchen innerhalb von 24 Stunden abnehmen. Dicken Abstrichtupfer mit Transportmedium verwenden.

Vaginal-Candidose:

Ggf. Fluorprobe mit Hilfe eines Abstrichtupfers von der Scheidenwand oder direkt vom Spekulum gewinnen. Dicken Abstrichtupfer mit Transportmedium verwenden.

Zervizitis:

Zervixabstrich: dicken Abstrichtupfer mit Transportmedium verwenden und spezielle Abnahmebedingungen für Chlamydien und Gonokokken berücksichtigen (s. u.). Vulvitis: Material aus erkrankten Bereichen oder Rhagaden gewinnen. Zur Abklärung des Keimreservoirs ggf. parallel Vaginal- und Rektalabstrich entnehmen. Dicken Abstrichtupfer verwenden. Materialgewinnung bei Infektionen des männlichen Genitaltrakts: Balanitis: Abstrich von der Glans penis oder aus Ulzera. Dünnen Abstrichtupfer mit Transportmedium verwenden.

Urethritis/Epididymitis:

Bei bestehendem Ausfluss: Gewinnung von Urethralsekret / Vorsekret oder Abstriche davon. Vor Entnahme eines Urethralabstriches sollte ein Mindestabstand von 2-3 Stunden zur letzten Miktion eingehalten werden. Bei chronischer Epididymitis: Ejakulat. Vor der Gewinnung von Ejakulat sollte der Patient Harn gelassen und anschließend die Glans mit klarem Leitungswasser gesäubert haben. Dünnen Abstrichtupfer mit Transportmedium bzw. steriles Universalröhrchen verwenden, spezielle Abnahmebedingungen für Chlamydien und Gonokokken berücksichtigen (s.u.).

Prostatitis:

Akute Prostatitis: Mittelstrahlurin Chronische Prostatitis: Prostataexprimat, Ejakulat. Bei negativem kulturellem Ergebnis ggf. Harnröhrenabstrich zum Nachweis von C.trachomatis und N.gonorrhoeae. Dünnen Abstrichtupfer mit Medium verwenden bzw. in steriles Gefäß überführen, spezielle Abnahmebedingungen für Mykoplasmen, Ureaplasmen, Chlamydien und Gonokokken berücksichtigen (s.u.).

Materialgewinnung bei V. a. Infektionen durch STD-Erreger:

Probentransport:

Die Proben sollten möglichst schnell ins Labor transportiert werden. Ggf. Zwischenlagerung bei 4-6°C. Extreme Temperaturen vermeiden. Insbesondere sind Angaben wie V.a. Mykoplasmen-Infektion, V.a. Infektion mit Chlamydia trachomatis oder Neisseria gonorrhoeae etc. sehr wichtig, da diese spezielle Untersuchungstechniken erforderlich machen.

Materialgewinnung:

Punktionsmaterial muss unter sterilen Kautelen gewonnen werden, d.h. Rasur, Reinigung und Desinfektion der zu punktierenden Stelle, der Probennehmer muss ebenfalls eine Händedesinfektion durchgeführt haben und Handschuhe verwenden. Befüllte Spritzen mit Verschlusskonus ohne Kanüle oder befüllte sterile Gefäße erfordern unverzüglichen Probentransport. Bei längerer Transportdauer Material in ein Transportmedium überführen. Probentransport: Die Proben sollten möglichst schnell ins Labor transportiert werden. Ggf. Zwischenlagerung bei 4-6°C. Extreme Temperaturen vermeiden!

SYNLAB | Blutabnahme in unseren Labors

Öffnungszeiten während der Feiertage

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

wir möchten Sie darauf hinweisen, dass unsere Standorte vom 24.-26.12.2025 sowie am 31.12.2025 und 01.01.2026 geschlossen sind.

Am 27.12.2025 hat nur das Labor Hernals von 8:00-11:00 Uhr geöffnet.

Herzlichen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und Ihre Treue. Wir wünschen Ihnen besinnliche Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ihr SYNLAB Team